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Mit Revenue Management deine Ferienwohnung vermieten – Durch Saisonpreise zu höheren Einnahmen!

February 16, 2018

Um deine Ferienwohnung optimal zu vermieten, reicht es nicht nur mit guten Fotos und Texten zu bestechen. Es ist auch wichtig preislich immer mithalten zu können! Die Konkurrenz auf den Plattformen ist hoch und gut sichtbar. Daher ist der Vergleich für den Gast leicht. Das Dilemma: Auf der einen Seite werden Gäste durch zu hohe Preise verschreckt und buchen bei anderen Anbietern; auf der anderen Seite gehen dir potenzielle Umsätze verloren, wenn du die Preise zu niedrig ansetzt.

 

Als Vermieter einer Ferienwohnung kannst du daher in Sachen Preisgestaltung von Hotels lernen: seit langer Zeit setzen diese sich mit dem Problem der Preisgestaltung auseinander. Mittlerweile wird bei den großen Ketten zur Preisgestaltung das so genannte Revenue Management eingesetzt. Mit Hilfe verschiedener Tools wird so dafür gesorgt, dass jedes Zimmer zu jedem Zeitpunkt zum optimalen Preis angeboten wird. Die Tools für Revenue Management bestimmen auf Basis einer Vielzahl von Faktoren den optimalen Preis.

 

Zweiter Teil unserer Serie zu Revenue Management für Ferienwohnungen: Durch Saisonpreise zu höheren Einnahmen!

 

Im ersten Teil unserer Serie haben wir uns damit beschäftigt, wie Revenue Management dir und deiner Ferienwohnung dabei helfen kann, einen angemessenen Preis zu bestimmen. Dabei sind wir auf den Mindest- und den Durchschnittspreis eingegangen. Mit Hilfe dieser Werte kannst du gewinnbringend deine Ferienwohnung vermieten. Aber vom Revenue Management der großen Hotels kannst du noch deutlich mehr lernen! Daher geht es jetzt weiter mit einer Anleitung, um für jede Saison den optimalen Preis deiner Ferienwohnung oder deines Ferienhauses zu bestimmen!

 

Schwache und Starke Monate: Saisons

 

Einer der größten Fehler, den du beim Ferienwohnung vermieten machen kannst, ist für das gesamte Jahr einen einheitlichen Preis zu setzen. Auch wenn du schon mit deinem Revenue Management für einen guten Grundpreis gesorgt hast und entsprechende Einnahmen verbuchen kannst – wenn du berücksichtigst, dass es saisonale Schwankungen in der Nachfrage gibt, kannst du noch mehr rausholen!

In schwachen Monaten, wie dem Januar, in dem kaum jemand in den Urlaub fährt, würde ein Preis, der im Juli vollkommen angemessen ist, die Nachfrage stark beeinträchtigen. Wenn du allerdings mit Hilfe deines Revenue Managements für einen Preis gesorgt hast, der im Januar Buchungen anzieht, ist dieser zur traditionellen Reisesaison im Sommer zu niedrig. Die Nachfrage ist generell höher. Entsprechend kannst du in dieser Zeit mehr für deine Ferienwohnung verlangen.

 

Wie sehr sich die Saisonpreise von deinem Grundpreis unterscheiden sollten, kannst du nach dem selben Muster ermitteln, mit dem wir den Grundpreis bestimmt haben: statt bei deinem Revenue Management nur darauf zu achten, wie gut die Konkurrenz ausgebucht ist, achte diesmal darauf zu welchem Preis sie wann gebucht wird! Selbstverständlich helfen auch hier die eigenen Erfahrungen beim Ferienwohnung vermieten: Solltest du schon ein, zwei Jahre – oder auch länger – dabei sein, hilft ein Blick auf deine eigenen Auslastungen in den jeweiligen Monaten. War dein Januar-Preis für den Januar geeignet? Du merkst es, wenn du dir anschaust, ob deine Ferienwohnung oder dein Ferienhaus trotz des schwachen Monats gebucht wurde!

Wenn auf der anderen Seite deine Ferienwohnung den ganzen Sommer durchgehend ausgebucht war, solltest du dir überlegen, ob du in der kommenden Sommersaison nicht einen etwas höheren Preis ausprobieren solltest. So erhöhst du deine Gewinne durch Revenue Management: Siehe deinen Durchschnittspreis nicht als Optimum an! Bedenke auch wie viele Gäste ihn jeweils annehmen wollen. - Solten nur Wenige zum Grundpreis deine Ferienwohnung buchen wollen, senke die Preise. Sind gleich mehrere zu jedem Zeitpunkt interessiert, erhöhe ihn. Der einfache Trick ist: Überlege dir vorher, wie viele Gäste zu welchem Zeitpunkt bereit sind deinen Durchschnittspreis zu zahlen.

 

Finde deine Saisons!

 

Ein gutes Revenue Management bedeutet aber nicht, dass der Preis einfach in den traditionell starken Sommermonaten höher eingestellt werden muss. Vielmehr gilt es herauszufinden, wann für deine Ferienwohnung die starken Monate sind. Die Logik ist einfach, doch bestechend: besitzt du eine Hütte in einem beliebten Ski-Gebiet, ist die Saison, in der du die Preise erhöhen kannst, nicht deckungsgleich mit der Saison für eine Finca auf Mallorca.

 

Für die Tourismus-starken und -schwachen Zeiten die Preise an die Nachfrage anpassen, ist jedoch nur ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist gar nicht nötig, dass der Zeitraum für sich genommen tendenziell stark oder schwach ist! Auch einzelne Veranstaltungen können für zeitweilig höhere Nachfrage von Gästen führen. - Oder meinst du das Revenue Management der Hotels würde sich hohe Einnahmen zum Oktoberfest durch die Finger gehen lassen, nur weil es im September stattfindet?

 

Du kannst sogar noch weiter gehen: Recherchiere wichtige Veranstaltungen in der Umgebung deiner Ferienwohnung, die viele Gäste anlocken. Die Rolling Stones spielen ihr einziges Deutschlandkonzert in deiner Stadt? - Das lockt potenziell Gäste aus ganz Deutschland und Europa an. Um diesen Termin herum hast du Hochsaison! - Auch wenn das Konzert in eine eigentlich schwache Saison fällt. Hierbei gilt es kreativ zu werden und die Veranstaltungen einzuschätzen. Reicht der örtliche Jahrmarkt um die Nachfrage für Ferienwohnung zu erhöhen? Das 200 Jährige bestehen der Stadt? Eine Messe für Bienenzüchter? Du solltest keine Veranstaltung in deiner Planung außen vor lassen, musst aber auch realistisch bleiben. Gerade bei regelmäßigen Veranstaltungen (Oktoberfest, Hamburger Hafengeburtstag, etc…) kannst du Jahr für Jahr Preise ausprobieren – wichtig ist erst einmal, dass du Saisons in dein Revenue Management einbeziehst!

Auf den Punkt gebracht:

 

Willst du deine Ferienwohnung gewinnbringend vermieten, kannst du mit Hilfe eines ausgefeilten Revenue Management noch einmal einiges mehr rausholen! Dazu musst du Saisons für deine Ferienwohnung ausmachen: wann ist die Nachfrage stark; wann ist sie schwach? Behalte in diesen Phasen im Blick, wie Konkurrenten ihre Preise setzen. Kombiniert mit den Erfahrungen aus deiner eigenen Vermietung hast du so einen guten Überblick, wie du deine Grundpreis variieren kannst. Daher:

 

  • Recherchiere, wann Hochsaisons für deine Ferienwohnung anliegen!

  • Schau dir an wie die Auslastung deiner Ferienwohnung, und die deiner Konkurrenz war!

  • Vergleiche die Preise!

  • Teste in jeder Hoch- und Tiefsaison höhere oder niedrigere Preise!

 

 

Zurück zum ersten Teil: Grundpreis

Weiter zum dritten Teil: dynamische Preise

 

Bilder: pexels.com

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